Gedankenfehler II

22 08 2006

Ich fasse nochmal kurz die aktuelle Lage zusammen. Wir haben zwei unlängst fehlgeschlagene Terroranschläge und alle wichtigen und unwichten Leute geben ihre Meinung zur Verbesserung der Lage kund.
Nachdem ich ja schon über den Sinn von vermehrter Überwachung und Train-Marshalls gezweifelt habe, will ich diesmal über Ablenkungstaktiken reden.

Ich will ja nicht vermessen klingen, aber ich denke es ist nicht unbedingt die Lösung des Terrorproblems, das (eigene) Volk zu überwachen. Vieleicht wäre es schlauer nicht mehr den Hund am Schwanz zu ziehen. Irgendwann wird er sonst beissen.

Dumme Politiker ärgern weiterhin fremde Nationen, habgierige Konzerne plündern arme Völker und die Waffenlobby freut sich nen Keks. Wir sind einer der fünf größten Waffenexporteure . Wohin gehen die Waffen wohl?
Natürlich wird mit den vielen kleinen bewaffneten Auseinandersetzungen und Bürgerkriegen im Nahen Osten und Afrika eine Menge Geld verdient. Und mit der Terrorangst kann man ja auch gleich noch schön Investitionen in die "Sicherheit" begründen. So wird die Überwachung hochgeschraubt, um das Volk besser zu kontrollieren zu können. Ach ja, bezahlt wird die erhöhte Sicherheit natürlich von uns selbst.

Und wenn es trotz aller Bemühungen nicht gelingt echte Terroristen anzulocken, kann man ja zur Not irgendwas inzenieren (World Trade Center?).



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Kommentare

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23 08 2006
#1 Der Lüders (Antwort)

tach post!

die frage nach dem Sinn...

kann als kommunizierte Entscheidung über die möglichen Konsequenzen einer Handlung doch nur unter spekulativen Gesichtspunkten beantwortet werden. Somit bleibt die Anwort auf die nicht stellbare Frage nach dem Sinn doch vielmehr der retrospektivischen Betrachtung Rechenschaft schuldig. Was bleibt, ist also immer nur ein Scherbenhaufen, den diejenigen zu entsorgen haben, die sich verkalkuliert haben. Die Entsorgungskosten allerdings müssen aber diejenigen tragen, die der blinden Hoffnung auf Vernunft erliegen und die Verantwortung a priori von sich weisen. Wünschenswert wäre da doch eher ein reflexives Lernen, welches zeigen kann, daß Überwachen und Strafen einen Zusammenhang darstellen, der nicht einer Kausallogik entspringt.

In Anbetracht dieser profanen wenn-dann-Logik kann man fast dem alten Heidegger bei der Behauptung, daß der Mensch vielleicht denken will und es dennoch nicht kann, da sich das zu-Denkende immer noch vom Menschen abwendet, zustimmen. Schuld (lästiges Wörtchen, das...) ist hierbei doch eher dem blinden Fleck zuzuschreiben, der auch nicht durch eine mögliche Beobachtung der Beobachtung von Entscheidungen erkannt werden will...

Aber wer will schon Demokratie wörtlich nehmen...?

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